CDA-Konferenz in Fulda: "Erst der Mensch, dann der Markt"
Befinden sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch mitten drin in der Krise? Was machen Gewerkschaft, Politik und Arbeitgeber, um dem entgegenzuwirken?
Aktuelle Themen wie Mindestlohn, Leiharbeit, Zeitarbeit, Arbeitslosigkeit, Hartz IV, Tarifvertrag, Arbeitsrecht, Datenschutz, Mitbestimmung, Urlaub und Transfergesellschaften beschäftigen unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Tag für Tag.
Darum ist es wichtig, dass man darüber spicht, und das machen CDA und CDU bei einer Arbeitnehmerkonferenz am Freitag, den 10. September 2010, um 18.00 Uhr, im Gasthof Harth, Frankfurter Straße 137 in Fulda.
Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Keine Auslandseinsätze!
Waffen schaffen keinen Frieden, keine Demokratie, keine Sicherheit und keine Gerechtigkeit. Anlässlich des 1. September fordert der DGB den Bundeswehreinsatz in Afghanistan schnellstmöglich zu beenden.
Das Leiden von Millionen Menschen auf allen Kontinenten dauert auch in diesem Jahr an: Iran, Irak, Gazastreifen, Liberia, Sudan, Elfenbeinküste, Nigeria, Tadschikistan, Nordkaukasus, Nordkorea, Kolumbien, Mexiko sind nur einige der Brennpunkte. Konflikte, Krisen und Kriege werden nur vermieden, wenn die Verteilung von Wohlstand in und zwischen Staaten gerechter wird. Die Weltfinanz- und -wirtschaftskrise hat die Ungleichheit weiter verschärft. Eine ganze Generation ist um ihre Zukunft gebracht. Armuts-, Ernährungs- und Klimakrise sind ungelöst und werden immer mehr Kriege um Ressourcen und mithin mehr Elend nach sich ziehen.
IG Metall-Hanau/Fulda fordert politischen Kurswechsel
Politik und Wirtschaft blenden die Ursachen der Wirtschaftskrise angesichts der aktuellen ökonomischen Lage aus. Sie setzen auf falsche Konzepte! Wir befürchten fatale Folgen für die Zukunft unseres Landes und unserer Region. Wir fordern deshalb im Auftrag von rund 10.000 Gewerkschaftsmitgliedern eine Politik, die die Interessen der Mehrheit der Menschen in den Mittelpunkt stellt:
Verkauf oder Börsengang von NORMA? Für sichere Arbeitsplätze nach Tarif!
Die Vögel haben es bereits von den Dächern gepfiffen und nun ist es offiziell. Der Finanzinvestor 3i beabsichtigt neben dem Mannheimer Motorenhersteller MWM auch die NORMA-Gruppe zu verkaufen. Ein Börsengang von NORMA, bei dem 700 Mio. EUR erlöst werden sollen, ist im Gespräch und wird auch von 3i favorisiert.
VAC: Das Gesamtpaket der Geschäftsleitung zurück an den Absender geschickt
Die Verhandlungskommission der IG Metall hat sich am 20. August 2010 ein zweites Mal mit der Geschäftsleitung getroffen, um ihnen das Votum der Tarifkommission und der IG Metall-Mitglieder bezüglich des von der Geschäftsleitung vorgeschlagenen „Gesamtpakets“ zu übermitteln.
Entsprechend dem Auftrag der betrieblichen Tarifkommission haben wir unsere Positionen deutlich gemacht und lehnen den Vorschlag der Geschäftsleitung ab.
Gerade in den letzten Monaten fühlten sich die Beschäftigten im Tarifgebiet Osthessen wie Arbeitnehmer zweiter Klasse. Jahrelang erhielten sie für die gleiche Arbeit weniger Geld. Zuletzt hatten die Arbeitgeber sogar die Übernahme des Tarifergebnisses aus Hessen vom November 2008 verweigert. In einem am Mittwoch in Fulda erzielten Verhandlungsergebnis wurde die Angleichung der Entgelttabellen an das Tarifgebiet Hessen erreicht.
Die Erhöhungen aus Hessen mit insgesamt 4,2 Prozent in 2009 sowie mit 2,7 Prozent in 2011 werden auch für Osthessen realisiert – die Erhöhung in 2011 sogar zeitgleich mit Hessen.
Hoher Zuspruch bei Aktion zum Thema Leiharbeit am 20. August in Fulda
Die IG Metall verzeichnet nach ersten Einschätzungen von
Betriebsräten einen deutlichen Anstieg von Leiharbeit in der Region.
Nachdem in 2009 in den Betrieben fast keine Leiharbeitnehmer in den
Betrieben zu finden waren, ist jetzt schon in vielen Betrieben die
Leiharbeitsquote so hoch wie vor der Wirtschaftskrise. Tendenz weiter
steigend.
"Wenn überhaupt Beschäftigung derzeit in den Betrieben
aufgebaut wird, dann im Bereich Leiharbeit. Selbst befristete
Beschäftigung bildet schon die Ausnahme, von unbefristeten
Vollzeitarbeitsverhältnissen mit Perspektive ist man meilenweit
entfernt", so Robert Weißenbrunner von der IG Metall-Hanau/Fulda.
Deshalb war es nicht weiter verwunderlich dass die Aktiven der IG Metall, die am 20. August 2010 zum Thema Leiharbeit auf dem Fuldaer Bahnhofsvorplatz informierten, einen hohen Zuspruch durch die Bevölkerung und betroffenen Leiharbeitnehmern erhielten.
VAC: Der Flächentarif ist unser Ziel - Der VTV gilt auch in wirtschaftlich guten Zeiten
Die IG Metall hat den Arbeitgeberverband und die Geschäftsleitung der VAC zu Verhandlungen aufgefordert, damit die VAC-Belegschaft an der für jeden Beschäftigten deutlich spürbaren verbessserten wirtschaftlichen Situation der VAC finanziell beteiligt wird.
Am 05. August hat nun ein erstes Gespräch dazu stattgefunden. Die Geschäftsleitung bestreitet, dass es der VAC wirtschaftlich deutlich besser geht, hat aber in Aussicht gestellt, dass man für das Jahr 2010 darüber nachdenkt, wie die Belegschaft an den positiven wirtschaftlichen Entwicklungen beteiligt werden kann.
Arbeitgeber mißbrauchen Leiharbeit für den Aufschwung
Als entlarvend und eine Verdrehung von Tatsachen hat die IG Metall im Bezirk Frankfurt (zuständig für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) die Äußerungen von Hessenmetall und der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) zur aktuellen Situation der Leiharbeit in den Betrieben bezeichnet. Leiharbeit verdränge Stammarbeitsplätze und beinhalte ein hohes arbeitsmarktpolitisches Risiko für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Als ungerecht und unwirksam hat Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall die Sparvorschläge der Bundesregierung bezeichnet. Die Beschlüsse träfen vor allem Beschäftigte und Bezieher von Sozialleistungen.
Das sei nichts anderes als hemmungsloser Sozialabbau zu Lasten Schwächerer in der Gesellschaft. "Dieses Sparpaket sollten wir uns ersparen!" Die Vorschläge seien sozial ungerecht, weil sie in erster Linie Beschäftigte und Bezieherinnen und Bezieher von Sozialleistungen träfen, die schon heute existenziell auf öffentliche Leistungen angewiesen seien.
Während zahlreiche Einschnitte bei Beschäftigten, Hartz IV- Beziehern und Rentnern vorgesehen seien, blieben Reiche und Superreiche ungeschoren.
DGB Südosthessen ist gegen die Zusammenlegung von Arbeitsgerichten in der Region
Der DGB Südosthessen, seine Mitgliedsgewerkschaften und die DGB Rechtschutz GmbH sind gegen eine Schließung von Arbeitsgerichtsstandorten in seiner Region. „Die Erhaltung der bestehenden Gerichtsstandorte ist für die Gewerkschaften ein unverzichtbarer Bestandteil von Bürgernähe“, so der Vorsitzende der DGB Region Südosthessen Frank Herrmann.
Das fehlende Bürgernähe zu Belastungen gerade bei kleinen und mittleren Einkommen führt, befürchtet auch der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Hanau/Fulda Robert Weißenbrunner. „Arbeitnehmer müssten weitere Strecken und einen höheren Zeitaufwand aufbringen, um das Arbeitsgericht aufsuchen zu können. Mögliche Mehrkosten stehen dann häufig nicht mehr in einem halbwegs vernünftigen Verhältnis zur Höhe einer berechtigten Forderung“, so Weißenbrunner.
IG Metall-Hanau wählt Robert Weißenbrunner zum neuen 1. Bevollmächtigten
Die IG Metall-Hanau hat einen neuen 1. Bevollmächtigten gewählt. Die Delegierten folgten am gestrigen Abend im Rahmen ihrer Delegiertenversammlung in Bad Orb dem Vorschlag des IG Metall-Ortsvorstands und wählten Robert Weißenbrunner zu ihrem neuen 1. Bevollmächtigten und Kassierer. Der 31-jährige erhielt 78 von insgesamt 88 abgegebenen Stimmen. Er tritt damit die Nachfolge von Michael Pilz an, der in Zukunft in der IG Metall-Bezirksleitung in Frankfurt als Gewerkschaftssekretär tätig sein wird.
Man könnte meinen, die Arbeitgeber sind mit ihrer Argumentation in einer Zeit stehen geblieben, als die Mauer noch stand und die Region Osthessen noch sogenanntes »Zonenrandgebiet« war. Anders lässt es sich wohl nicht erklären, dass die Arbeitgeber nun erneut aus der Region ein Gebiet mit wirtschaftlichem Sonderstatus machen wollen.
osthessen-news: "Firmen-Sterben auf Raten" - Protestaktion von DURA-Mitarbeitern
22.01.10 - FULDA - Vor
dem Firmengelände der Dura in der Frankfurter Straße demonstrierten
heute Mittag rund hundert Beschäftigte gegen drohenden
Arbeitsplatzverlust. Laut IG Metall wurden bereits 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Firma Dura Interior Systems GmbH entlassen; insgesamt seien schon
über 100 Kündigungen im Dura-Konzern angekündigt bzw. ausgesprochen
worden. Die IGM-Verwaltungsstelle Hanau/Fulda hatte alle Mitarbeiter
der Dura- und Wirth-Betriebe aufgerufen, sich an der
Protestdemonstration zu beteiligen. Ihre Route führte die Teilnehmer
der Demonstration, die ihrem Ärger lautstark mit Trillerpfeifen und
Trommelschlägen Luft machten, quer durch Fulda bis zum Bahnhofsplatz,
auf dem einige Redner eine abschließende Protestkundgebung abhielten.
Robert Weißenbrunner, Gewerkschaftssekretär der IG Metall, sprach das
aus, was wohl viele seiner Zuhörer dachten: "Was die Dura macht, ist
eine Riesensauerei!"